WUI: Monitoring von Siedlungsrandbereichen (Wildlife Urban Interface)
Wildlife Urban Interface Area Monitoring

Prototyping eines Flächenmonitorings auf Basis von Big Data aus Fernerkundungsquellen (z.B. Satellitenbildern, Social-Media-Daten) in Kombination mit fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz und Machine-Learning-Methoden, die in der Cloud ausgeführt werden.
Problemstellung
Innovationen in der Versicherungsindustrie werden stark von technologischen Fortschritten vorangetrieben. Durch die Digitalisierung von Informationen existiert eine beispiellose Flut von Rohdaten. Die Zunahme der Daten (Big Data) kann jedoch oft nur mit angemessenen Methoden für geschäftliche Zwecke zugänglich und nutzbar gemacht werden. Jüngste Entwicklungen im Bereich Cloud Computing und Machine Learning (insbesondere Deep Learning) ermöglichen die Extraktion und Klassifizierung komplexer Muster und helfen so, automatisch Informationen aus rohen Sensordaten zu extrahieren, z.B. aus Satellitenbildern. Eine solche Machine-Learning-Pipeline ermöglicht es Versicherungen, Kosten zu sparen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
Projektziel
Das Projektziel ist die Entwicklung eines Datenservices, der hochspezialisierte und strukturierte Informationen über Versicherungsobjekte bereitstellt, um eine schnelle Bearbeitung von Aufträgen und Schadenregulierung zu ermöglichen. Als Datenquellen haben wir auf Fernerkundung, Wetter- und Social-Media-Daten zurückgegriffen, die wir mit selbstlernenden Deep-Learning- und Machine-Learning-Algorithmen verarbeitet haben.
Projektansatz
Fernerkundungs-, Wetter- und Social-Media-Daten wurden kombiniert, um automatisch Veränderungen in verschiedenen Objekten wie Gebäuden, Infrastruktur oder Agrarflächen zu erkennen. Diese Veränderungen können durch menschengemachte Katastrophen und Naturkatastrophen ausgelöst werden oder aus geplanten Umstrukturierungen resultieren. Dazu gehört beispielsweise eine verdorbene Weinlese oder der Abriss oder Ausbau eines Wohngebäudes. Bisher mussten betroffene Versicherungsnehmer sich direkt an das Versicherungsunternehmen wenden, um einen Schaden zu melden und die zur Berechnung der angemessenen Schadenregulierung notwendigen Informationen bereitzustellen. Der neue Prozess spart Zeit und Geld und führt zu höherer Kundenzufriedenheit.
Projektdetails:
- Pressemitteilung Universität Konstanz
- Projektlaufzeit: 10/2018 – 09/2019
- Partner: Universität Konstanz